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MeeGo: Nokia stoppt angeblich Entwicklung

09 Feb
Handy-Hersteller Nokia setzt offenbar kaum noch Hoffnung in den Erfolg eines eigenen neuen Betriebssystems. Die Entwicklung von MeeGo-Handys wurde gestoppt, sagten Personen aus dem Branchenumfeld des Konzerns.
Die Finnen betrachteten die bislang noch nicht marktreife MeeGo-Software als wichtiges Mittel im Kampf gegen die Konkurrenz durch Apple und Google auf dem Smartphone-Markt. Ein Nokia-Sprecher wollte sich nicht zu den Einstellungsgerüchten äußern. 

Die Entwicklung der Software-Plattform war aus dem Zusammenschluss aus den Programmen Maemo und Moblin der Partner Nokia und Intel vor gut einem Jahr hervorgegangen. Beide Systeme basierten auf dem offenen Standard Linux.

Nokia kämpft an allen Fronten

Analysten zufolge könnte Nokia dennoch ein unfertiges MeeGo-Gerät gegen Ende der Woche auf Veranstaltungen in London oder Barcelona zeigen. Am Freitag will Nokia-Chef Stephen Elop seine neue Konzernstrategie vorstellen, mit der er den Niedergang seines Hauses stoppen will. In einem Rundschreiben stimmt Elop die Nokia-Mitarbeiter bereits auf schwere Zeiten ein. An allen Fronten kämpft Nokia demnach mit den Wettbewerbern und ringt verzweifelt um den großen Wandel.

Auch Marktforscher zeichnen ein düsteres Bild. Anders als Canalys sieht Gartner das Nokia-Betriebssystem Symbian allerdings noch nicht entthront: Die Handy-Software sei im vierten Quartal 2010 noch etwas verbreiteter gewesen als das Konkurrenzsystem Android des US-Internetkonzerns Google. Allerdings sei es nur eine Frage der Zeit, bis Symbian zurückfalle. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass Android im zweiten oder dritten Quartal die Nummer 1 sein wird“, sagte Analystin Carolina Milanesi. Im ersten Quartal werde sich Symbian noch an der Spitze halten können, da sich die Nokia-Geräte in der asiatischen Feiertagszeit im Vergleich zur Konkurrenz besser verkauften. Canalys hatte bereits für das vierte Quartal Android zum Absatzkönig ausgerufen.

Windows Phone 7 als Rettungsanker

Der finnische Marktführer wird immer schwächer. Im vergangenen Jahr sei der Weltmarktanteil von Nokia-Geräten auf 28,9 Prozent von 36,4 Prozent im Vorjahr gesunken, teilte Gartner mit. Sowohl im Bereich der populären Smartphones als auch bei Billigmodellen gerät der Hersteller immer stärker in die Defensive. „Nokias Zukunft hängt von den Ankündigungen am 11. Februar ab und wie gut es seine neue Strategie in überschaubarer Zeit umsetzen kann“, so Gartner weiter.

Elop hatte sich zuletzt offen für den Einsatz von externen Betriebssystemen gezeigt. Experten erwarten, dass künftig auch Programme von seinem früheren Arbeitgeber Microsoft auf Nokia-Handys zum Einsatz kommen.
(zur Quelle)
 
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Verfasst von - 9. Februar 2011 in Hinweis, Linux, News

 

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