RSS

Oracle verabschiedet sich von OpenOffice

18 Apr

Folgendes habe ich auf Focus.de entdeckt:

Der amerikanische Software-Konzern Oracle zieht die Reißleine bei OpenOffice: Die Entwicklung der kommerziellen Version des Programmpakets aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und anderen Büroanwendungen wird eingestellt.
Die Software OpenOffice soll ganz an eine Gemeinschaft freier Entwickler übergeben werden, teilte Oracle bereits am Freitag mit. Nähere Einzelheiten der Entscheidung waren aber auch am Montag nicht zu erhalten. Oracle hat OpenOffice im vergangenen Jahr mit dem Kauf von Sun Microsystems übernommen.

Unabhängige Abspaltung

Weil sich mehrere freie OpenOffice-Entwickler nicht den Interessen des Unternehmens unterordnen wollten, starteten sie im September 2010 unter dem Namen LibreOffice eine unabhängige Abspaltung, in der Fachsprache als Fork bezeichnet. Dies ist möglich, weil OpenOffice eine freie Software ist, deren Quellcode veröffentlicht ist (Open Source) und von jedem weiterentwickelt werden kann, sofern die Weiterentwicklung wieder unter einer freien Software-Lizenz steht.

„Angesichts des breiten Interesses an freien Anwendungen für die persönliche Produktivität und der schnellen Entwicklung von PC-Technologien denken wir, dass das OpenOffice-Projekt am besten von einer Organisation betrieben wird, die sich darauf konzentriert, diese breite Nutzerbasis auf einer nichtkommerziellen Grundlage zu bedienen“, erklärte Oracle-Manager Edward Screven. Oracle wolle mit den Angehörigen dieser Entwicklergemeinschaft weiter zusammenarbeiten, um den Erfolg von OpenOffice fördern. Auch werde sich Oracle weiter für das offene Open Document Format (ODF) einsetzen – dieses Format steht in Konkurrenz zum Microsoft-Format Office Open XML (OOXML).

OpenOffice.org oder LibreOffice?

Till Kreutzer vom Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software erklärte in einem Blog-Beitrag, es sei nun mit Spannung zu erwarten, wie sich das Verhältnis zwischen OpenOffice und LibreOffice weiterentwickle. „Sollten die beiden Projekte konkurrieren, statt aufeinander zuzugehen und zu kooperieren, ist zu erwarten, dass Open Office und Libre Office auseinanderdriften und unterschiedliche Wege einschlagen.“ Das eine solche Abspaltung nicht immer von Vorteil sei, liege auf der Hand.

OpenOffice hat ursprünglich deutsche Wurzeln: Die Software ging aus den Programm StarOffice und StarWriter hervor, die seit 1985 von Marco Börries und dessen Firma Star Division entwickelt wurden. Böries verkaufte Star Division 1999 an Sun Microsystems.
(zum Artikel)

Ich wollte gerade auf LibreOffice umsteigen, und nun ist OpenOffice wieder „frei“. Na dann kann ich nur hoffen dass aus Libre- und Open-Office wieder „ein“ OpenOffice wird, denn für mich war LibreOffice das „echte“ OpenOffice mit dem falschen Namen.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 18. April 2011 in Business, Hinweis, News

 

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: